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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Nach dem leichten Dämpfer im Schlussquartal 2021 verzeichnete die deutsche Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2022 laut Schnellschätzung des Statistischen Bundesamts trotz Omikron-Welle und der russischen Invasion in die Ukraine preisbereinigt ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.
    • Die Bundesregierung hat am 27. April 2022 mit der Frühjahrsprojektion ihre Erwartungen zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft aktualisiert. Diese wird durch die Auswirkungen des Kriegs und der Energiepreissteigerungen gedämpft, bleibt aber grundsätzlich aufwärtsgerichtet.
    • Die Inflationsrate lag im April weiter auf sehr hohem Niveau. Die Bundesregierung erwartet in der Frühjahrsprojektion eine durchschnittliche Inflationsrate von 6,1 Prozent im laufenden Jahr. Mit rückläufigen Raten im Verlaufe des nächsten Jahres dürfte die Inflationsrate im Jahr 2023 auf durchschnittlich 2,8 Prozent zurückgehen.
    • Die Projektion ist mit hoher Unsicherheit verbunden. Abwärtsrisiken für die Wirtschaftsleistung und Aufwärtsrisiken für die Inflationsentwicklung ergeben sich vor allem mit Blick auf die weiteren Auswirkungen des russischen Angriffskriegs, aber auch auf den Fortgang der Pandemie und länger andauernde oder erneute damit verbundene Lieferengpässe.

    Finanzen

    • Bis der Haushalt 2022 im Bundesgesetzblatt verkündet ist, arbeitet die Bundesregierung im Rahmen der sogenannten vorläufigen Haushaltsführung. Da somit das Soll des Bundeshaushalts 2022 noch nicht feststeht, können in den nachstehenden Tabellen zur Entwicklung des Bundeshaushalts keine Sollwerte dargestellt werden.
    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich in den Monaten Januar bis April dieses Jahres auf rund 114,6 Mrd. Euro. Damit liegen die Einnahmen um 23,4 Prozent (rund +21,7 Mrd. Euro) höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Ausgaben des Bundeshaushalts betrugen in den Monaten Januar bis April 2022 rund 155,3 Mrd. Euro und lagen damit um 5,0 Prozent (rund -8,2 Mrd. Euro) unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Im Zeitraum Januar bis April 2022 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von rund 40,7 Mrd. Euro auf.
    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) lagen im April 2022 um 9,9 Prozent über dem Ergebnis vom April 2021. Der Einnahmezuwachs war überwiegend auf das Plus bei den Gemeinschaftsteuern (+11,6 Prozent) zurückzuführen. Das Aufkommen aus den Bundessteuern insgesamt lag im April 2022 um 3,1 Prozent über dem entsprechenden Steueraufkommen im Vorjahresmonat.

    Europa

    • Der Monatsbericht April beinhaltet einen Rückblick auf die Sitzungen der Eurogruppe am 4. April 2022 und des ECOFIN-Rats am 5. April 2022.
    • Die Schwerpunkte der Sitzungen lagen auf den wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und den damit verbundenen politischen Herausforderungen.

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