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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Kre­dit­auf­nah­me des Bun­des und sei­ner Son­der­ver­mö­gen

    Die Kreditaufnahme des Bundes dient der Finanzierung des Bundeshaushalts und der Sondervermögen des Bundes. Sondervermögen werden unterschieden in solche Sondervermögen, die über den Bundeshaushalt oder andere Einnahmen mitfinanziert werden, und Sondervermögen mit eigener Kreditermächtigung (Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS), Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) und Investitions- und Tilgungsfonds (ITF) sowie Restrukturierungsfonds (RSF)). Der RSF wird nachfolgend nicht mit aufgeführt, da zu den betrachteten Stichtagen keine Kreditaufnahme vorgelegen hat. Die Kreditaufnahme für die Sondervermögen FMS und WSF dient dabei zum einen der Finanzierung von Aufwendungen für Stabilisierungsmaßnahmen gemäß § 9 Abs. 1 Stabilisierungsfondsgesetz (StFG) oder der Rekapitalisierung von Unternehmen gemäß § 22 StFG. Zum anderen nimmt der Bund für FMS und WSF auch Kredite auf, die gemäß § 9 Abs. 5 und § 23 StFG dann als konditionsgleiche Darlehen an Anstalten des öffentlichen Rechts durchgeleitet werden. Die Aufnahme dieser Kredite über den Bund dient der Kostenersparnis.

    Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich

    • erst auf die gesamte Kreditaufnahme des Bundes,
    • dann auf die Kreditaufnahme beziehungsweise Verschuldung des Bundeshaushalts und der mitfinanzierten Sondervermögen sowie von FMS, WSF und ITF ohne Finanzierung von Darlehen für Anstalten des öffentlichen Rechts und
    • anschließend auf die Kreditaufnahme für FMS und WSF zur Finanzierung von an Anstalten des öffentlichen Rechts durchzuleitende Darlehen (im Folgenden „Darlehensfinanzierung“).

    Entwicklung der Kreditaufnahme des Bundes

    Der Bund hatte am 31. Dezember 2020 Kredite in Höhe von 1.272,0 Mrd. Euro aufgenommen. Dieser Bestand erhöhte sich zum 31. Dezember 2021 auf 1.438,4 Mrd. Euro. Der Anstieg der Kreditaufnahme um 166,4 Mrd. Euro ging auf den Finanzierungsbedarf des Bundes für den Haushalt und die Sondervermögen einschließlich der Bedarfe von FMS und WSF zur Durchleitung von Darlehen an Anstalten des öffentlichen Rechts zurück. Wie im Jahr 2020 war auch die Kreditaufnahme im Jahr 2021 erhöht. Hintergrund waren weiterhin die Maßnahmen, die die Bundesregierung zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie beschlossen hatte. Bereits die erste Fassung des Haushaltsgesetzes 2021 beinhaltete eine gegenüber dem Vorjahr nochmals höhere geplante Nettokreditaufnahme von 179,8 Mrd. Euro. Die geplante Nettokreditaufnahme wurde im Juni 2021 mit dem 1. Nachtragshaushalt für das Haushaltsjahr 2021 um 60,4 Mrd. Euro auf 240,2 Mrd. Euro erhöht. Der Entwurf des Zweiten Nachtragshaushaltsgesetzes vom Dezember 2021, der sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindet, sieht keine weitere Erhöhung der Kreditermächtigung vor, sondern lediglich eine zusätzliche Zuweisung an den Energie- und Klimafonds, die aus der bestehenden Kreditermächtigung geleistet werden kann.

    Der Anstieg des Bestands der Kreditaufnahme gegenüber dem 31. Dezember 2020 resultierte aus neuen Aufnahmen im Volumen von 512,0 Mrd. Euro, denen wiederum Fälligkeiten im Volumen von 345,6 Mrd. Euro gegenüberstanden. Bis zum 31. Dezember 2021 wurden im Jahr 2021 für die Verzinsung aller auch in früheren Jahren aufgenommenen bestehenden Kredite saldiert 2,6 Mrd. Euro aufgewendet.

    Im Dezember 2021 wurden 31,0 Mrd. Euro an konventionellen Bundeswertpapieren emittiert. Sie verteilten sich auf 6,0 Mrd. Euro 10-jährige Bundesanleihen (zu denen hier auch die im Jahr 2020 eingeführten 7- und 15-jährigen Bundesanleihen gezählt werden), 3,0 Mrd. Euro Bundesobligationen, 4,0 Mrd. Euro Bundesschatzanweisungen und 18,0 Mrd. Euro Unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes.

    Die Eigenbestände des Bundes an Bundeswertpapieren verringerten sich im Dezember 2021 um 0,8 Mrd. Euro auf 162,7 Mrd. Euro. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus Sekundärmarktverkäufen in Höhe von 10,6 Mrd. Euro, denen Käufe in Höhe von 2,6 Mrd. Euro und die Erhöhung von Eigenbeständen durch bei Emission zurückbehaltene Emissionsanteile um 7,2 Mrd. Euro gegenüberstanden.

    Am 31. Dezember 2021 entfielen 93,7 Prozent der Kreditaufnahmen auf die Kreditaufnahme des Bundes für Haushalt und Sondervermögen ohne Darlehensfinanzierung. 6,3 Prozent der Kreditaufnahme dienten der Finanzierung von FMS und WSF für durchgeleitete Kredite an Anstalten des öffentlichen Rechts.

    Entwicklung der Kreditaufnahme des Bundes (Haushalt und Sondervermögen ohne Darlehensfinanzierung)

    Im Dezember 2021 wurden für den Bund (Haushalt und Sondervermögen ohne Darlehensfinanzierung) 31,9 Mrd. Euro an Krediten aufgenommen. Gleichzeitig wurden 32,1 Mrd. Euro fällige Kredite getilgt. Durch die Verzinsung der Kredite des Bundes (Haushalt und Sondervermögen ohne Darlehensfinanzierung) wurden im Dezember saldiert 0,5 Mrd. Euro vereinnahmt.

    Am 31. Dezember 2021 betrug der Bestand der Kreditaufnahme des Bundes (Haushalt und Sondervermögen ohne Darlehensfinanzierung) insgesamt 1.348,0 Mrd. Euro. Damit erhöhte sich dieser gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 144,0 Mrd. Euro. Der größte Teil der Erhöhung entfiel mit 143,2 Mrd. Euro auf den Bundeshaushalt, dessen Bestand auf 1.306,5 Mrd. Euro anstieg. Per 31. Dezember 2021 betrug der Bestand der Kreditaufnahme für den ITF 16,1 Mrd. Euro. Der Bestand der Kreditaufnahme des FMS für Kredite für Aufwendungen gemäß § 9 Abs. 1 StFG betrug zu diesem Stichtag 22,7 Mrd. Euro. Die Kreditermächtigungen des WSF für Kredite für Rekapitalisierungsmaßnahmen gemäß § 22 StFG wurden im Jahr 2021 bis Ende Dezember 2021 – unter Berücksichtigung von Fälligkeiten – über insgesamt 0,9 Mrd. Euro in Anspruch genommen, sodass sich per 31. Dezember 2021 ein Bestand an Krediten von 2,7 Mrd. Euro ergab.

    Entwicklung der Kreditaufnahme des Bundes zur Darlehensfinanzierung

    Seit dem Jahr 2019 werden für den FMS Kredite zur Refinanzierung von an die FMS Wertmanagement (FMS-WM) durchzuleitende Darlehen gemäß § 9 Abs. 5 StFG aufgenommen. In ähnlicher Weise erfolgt seit dem Jahr 2020 eine Kreditaufnahme für den WSF zur Gewährung von Darlehen an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Finanzierung von Krisenmaßnahmen gemäß § 23 StFG. Im Dezember 2021 wurden für den FMS zu diesem Zweck keine Kredite neu aufgenommen und es wurden keine Kredite fällig. Per 31. Dezember 2021 betrug der Bestand damit unverändert 55,0 Mrd. Euro. Der Bestand von Krediten zur Darlehensfinanzierung für den WSF veränderte sich im Laufe des Dezembers 2021 ebenfalls nicht und betrug am 31. Dezember 2021 somit wie im Vormonat 35,4 Mrd. Euro. Seit Jahresbeginn stieg der Bestand der Kredite zur Darlehensfinanzierung auf 90,4 Mrd. Euro.

    Weitere Einzelheiten für den Monat Dezember 2021 können folgenden Tabellen entnommen werden:

    • Entwicklung der Kreditaufnahme des Bundes,
    • Entwicklung der Kreditaufnahme des Bundes (Haushalt und Sondervermögen ohne Darlehensfinanzierung),
    • Entwicklung der Kreditaufnahme des Bundes zur Darlehensfinanzierung,
    • Entwicklung von Umlaufvolumen und Eigenbestände an Bundeswertpapieren.

    Im statistischen Anhang der Online-Version des Monatsberichts sind zusätzlich die drei erstgenannten Tabellen mit Daten für den Dezember 2021, die nach Restlaufzeitklassen gruppierte Kreditaufnahme des Bundes sowie die monatliche Historie zur Kreditaufnahme, dem Bedarf der Kreditaufnahme, Tilgungen und Zinsen für die Kreditaufnahme enthalten.

    Die Abbildung „Kreditaufnahme des Bundes – Bestand und laufendes Jahr“ zeigt die Verteilung der Kreditaufnahme auf die Finanzierungsinstrumente, sowohl für die Aufnahme im Jahr 2021 bis Ende Dezember als auch für den gesamten Bestand per 31. Dezember 2021. Den größten Anteil der Kreditaufnahme im Jahr 2021 machten mit 239,0 Mrd. Euro beziehungsweise 46,7 Prozent die (teils unterjährig fälligen) Unverzinslichen Schatzanweisungen des Bundes aus, gefolgt von den 10-jährigen Bundesanleihen mit 114,8 Mrd. Euro beziehungsweise 22,4 Prozent. Zu diesem Segment wurden hier auch die im Jahr 2020 neu eingeführten 7- und die 15-jährigen Bundesanleihen gezählt. Per 31. Dezember 2021 waren über 99 Prozent des Bestands der Kreditaufnahmen des Bundes in Form von Inhaberschuldverschreibungen verbrieft, bei denen die konkreten Gläubiger dem Bund nicht bekannt sind.

    Balkendiagramm: Kreditaufnahme des Bundes – Bestand und laufendes Jahr Bild vergrößern
    Abbildung 1

    Im Jahr 2022 wird der Finanzierungsbedarf aufgrund der anhaltenden Pandemiesituation voraussichtlich weiterhin erhöht sein. Am 16. Dezember 2021 wurde die Emissionsplanung des Bundes für das Jahr 2022 veröffentlicht. Zur Finanzierung des Bundeshaushalts und seiner Sondervermögen plant der Bund im Jahr 2022 die Emission nominalverzinslicher Bundeswertpapiere im Volumen von voraussichtlich 403 Mrd. Euro. Davon sollen 195 Mrd. Euro am Kapitalmarkt und 208 Mrd. Euro am Geldmarkt aufgenommen werden. Grüne Bundeswertpapiere sind mit einem Volumen in ähnlicher Größenordnung wie im Jahr 2021 vorgesehen. Zusätzlich sollen im Jahr 2022 inflationsindexierte Bundeswertpapiere im Volumen zwischen 6 Mrd. Euro und 8 Mrd. Euro begeben werden. Details zu den geplanten Emissionen und den Tilgungen von Bundeswertpapieren können in den Pressemitteilungen zum Emissionskalender nachgelesen werden.1 Auf der Internetseite der Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH werden zudem nach jeder Auktion von Bundeswertpapieren die Auktionsergebnisse veröffentlicht.2

    Entwicklung der Kreditaufnahme des Bundes im Dezember 2021

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    Tabelle 1

    Entwicklung der Kreditaufnahme des Bundes (Haushalt und Sondervermögen ohne Darlehensfinanzierung) im Dezember 2021

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    Tabelle 2

    Entwicklung der Kreditaufnahme des Bundes zur Darlehensfinanzierung im Dezember 2021

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    Tabelle 3

    Entwicklung von Umlaufvolumen und Eigenbestände an Bundeswertpapieren im Dezember 2021

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    Tabelle 4

    Die Rentenmarktentwicklung im Jahr 2021

    Im Verlauf des Jahres 2021 wurden die Rentenmärkte weiterhin von der Corona-Pandemie und zunehmend von der global anziehenden Inflationsdynamik beeinflusst. Während die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) nach wie vor expansiv blieb, leitete die US‑Notenbank Fed ein allmähliches Auslaufen der Wertpapier-Nettokäufe ein und stellte Leitzinsanhebungen in Aussicht. Von historischen Tiefstständen ausgehend stiegen die Renditen von Bundeswertpapieren über alle Laufzeiten an.

    Entwicklung der Renditen von Bundeswertpapieren nach Laufzeiten

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    Tabelle 5

    Im 1. Quartal 2021 folgten die Rentenmärkte zunächst einem deutlichen Renditeanstieg in den USA. Während das kurze Laufzeitende weiterhin fest verankert blieb, stiegen die Renditen mittlerer und längerer Laufzeiten merklich an und die Zinskurven wurden steiler. Unterstützt wurde diese Entwicklung von Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie nach dem Start einer erfolgreichen Impfkampagne und positiven Wirtschaftsdaten. Auf Grundlage der Beurteilung der Finanzierungsbedingungen und der Inflationsaussichten beschloss der EZB-Rat in seiner März-Sitzung demgegenüber, die Ankäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP)) vorübergehend zu erhöhen.

    Entwicklung der Renditen 10-jähriger Staatsanleihen im Jahr 2021

    Rendite in Prozent p. a.

    Verlaufsdiagramm „Entwicklung der Renditen 10-jähriger Staatsanleihen im Jahr 2021“: Vier Linien zeigen die prozentuale Entwicklung der Renditen pro Tag vom 31.12.2020 bis 31.12.2021 für die USA, das Vereinigte Königreich, Japan und Deutschland. Die Linie der Renditen der US-Staatsanleihen steht oben, gefolgt von den Linien für das Vereinigte Königreich, Japan und Deutschland (letztere liegt im Minus-Bereich).Ausgewählte Datenwerte (jeweils letzter Tag des Quartals):Renditen am 31.12.2020: USA: 0,9 %; Vereinigtes Königreich: 0,2 %; Japan: 0,0 %; Deutschland: -0,6 %Renditen am 31.03.2021: USA: 1,7 %; Vereinigtes Königreich: 0,8 %; Japan: 0,1 %; Deutschland: -0,3 %Renditen am 30.06.2021: USA: 1,5 %; Vereinigtes Königreich: 0,7 %; Japan: 0,1 %; Deutschland: -0,2 %Renditen am 30.09.2021: USA: 1,5 %; Vereinigtes Königreich: 1,0 %; Japan: 0,1 %; Deutschland: -0,2 %Renditen am 31.12.2021: USA: 1,5 %; Vereinigtes Königreich: 1,0 %; Japan: 0,1 %; Deutschland: -0,2 %Quelle: Thomson Reuters
    Quelle: Thomson Reuters
    Datum USA Vereinigtes Königreich Japan Deutschland
    31.12.20200,915650,1930,02-0,5775
    04.01.20210,917350,1710,02-0,6005
    05.01.20210,954050,21050,01-0,585
    06.01.20211,038050,2420,02-0,548
    07.01.20211,080350,2820,03-0,547
    08.01.20211,117850,28450,03-0,5215
    11.01.20211,143450,3080,03-0,495
    12.01.20211,12820,35050,03-0,4705
    13.01.20211,090850,3060,03-0,525
    14.01.20211,128350,290,03-0,555
    15.01.20211,086050,2850,03-0,5435
    18.01.20211,086050,2880,05-0,526
    19.01.20211,091150,28750,04-0,5285
    20.01.20211,075950,2990,03-0,5295
    21.01.20211,108350,3290,03-0,4995
    22.01.20211,084650,3030,04-0,5135
    25.01.20211,032050,2610,03-0,551
    26.01.20211,032150,26450,03-0,5325
    27.01.20211,011850,26650,03-0,5505
    28.01.20211,050850,2880,03-0,5435
    29.01.20211,069750,3290,05-0,5205
    01.02.20211,078250,3210,06-0,515
    02.02.20211,093750,3490,05-0,489
    03.02.20211,13740,3680,05-0,469
    04.02.20211,134950,4390,05-0,4575
    05.02.20211,167850,4850,055-0,4445
    08.02.20211,17480,4750,06-0,4445
    09.02.20211,159350,46050,07-0,4495
    10.02.20211,123350,4870,07-0,4395
    11.02.20211,1640,4690,07-0,4595
    12.02.20211,209050,5180,06-0,4315
    15.02.20211,209050,570,08-0,3855
    16.02.20211,309850,62150,08-0,35
    17.02.20211,281250,5710,1-0,3655
    18.02.20211,296450,62050,09-0,3435
    19.02.20211,33890,69750,1-0,3145
    22.02.20211,367850,6790,11-0,347
    23.02.20211,34240,71550,11-0,3205
    24.02.20211,371350,7320,12-0,306
    25.02.20211,528550,78250,14-0,2285
    26.02.20211,405750,8190,16-0,2575
    01.03.20211,424650,75450,15-0,3345
    02.03.20211,397350,68450,12-0,3495
    03.03.20211,483350,7770,12-0,2975
    04.03.20211,55620,72950,13-0,3125
    05.03.20211,57570,7510,08-0,3055
    08.03.20211,602050,7530,11-0,2815
    09.03.20211,52720,72450,13-0,3045
    10.03.20211,520350,7120,12-0,312
    11.03.20211,534350,73350,1-0,332
    12.03.20211,62380,8220,11-0,297
    15.03.20211,605550,79650,11-0,338
    16.03.20211,620550,78150,09-0,3395
    17.03.20211,64530,82850,09-0,2945
    18.03.20211,70550,87250,1-0,266
    19.03.20211,7290,84150,11-0,295
    22.03.20211,69370,8150,08-0,3115
    23.03.20211,621450,7610,08-0,3425
    24.03.20211,61280,7560,07-0,357
    25.03.20211,63230,73150,08-0,386
    26.03.20211,67330,7550,08-0,3505
    29.03.20211,71610,78650,07-0,3205
    30.03.20211,70820,8240,08-0,2785
    31.03.20211,74310,84350,09-0,2935
    01.04.20211,67260,79550,11-0,3265
    02.04.20211,6920,79550,12-0,3265
    05.04.20211,70650,79550,12-0,3265
    06.04.20211,65690,79550,1-0,316
    07.04.20211,67830,77250,09-0,3195
    08.04.20211,62530,74750,09,-0,335
    09.04.20211,661150,77450,1-0,298
    12.04.20211,66840,7870,1-0,2945
    13.04.20211,61890,77750,1-0,2905
    14.04.20211,63320,8030,09-0,2645
    15.04.20211,57330,7350,09-0,2945
    16.04.20211,58950,76350,09-0,2635
    19.04.20211,60910,75350,08-0,2375
    20.04.20211,56510,730,08-0,2585
    21.04.20211,558150,7390,07-0,2605
    22.04.20211,54070,73850,07-0,256
    23.04.20211,55860,74250,06-0,258
    26.04.20211,567550,75550,07-0,2565
    27.04.20211,62430,7740,08-0,253
    28.04.20211,609350,79650,09-0,2325
    29.04.20211,64060,84150,09-0,1935
    30.04.20211,6250,84050,09-0,201
    03.05.20211,59850,84050,09-0,2045
    04.05.20211,589750,7930,09-0,2395
    05.05.20211,57040,81650,09-0,2325
    06.05.20211,568750,79250,08-0,2305
    07.05.20211,577950,7740,08-0,22
    10.05.20211,60290,78750,08-0,212
    11.05.20211,62080,83150,07-0,1615
    12.05.20211,69250,88650,08-0,126
    13.05.20211,658250,89650,09-0,1145
    14.05.20211,634350,85550,08-0,1245
    17.05.20211,651350,86350,08-0,1175
    18.05.20211,639450,86550,08-0,1115
    19.05.20211,675350,84650,07-0,1115
    20.05.20211,627550,83650,08-0,1085
    21.05.20211,62160,82950,08-0,129
    24.05.20211,602050,80950,08-0,142
    25.05.20211,559550,7870,07-0,1655
    26.05.20211,579950,7510,07-0,2045
    27.05.20211,605350,8110,07-0,1735
    28.05.20211,579850,79250,08-0,1855
    31.05.20211,579850,79250,08-0,1845
    01.06.20211,605350,82450,08-0,1765
    02.06.20211,588350,79750,08-0,1975
    03.06.20211,624150,83850,08-0,1855
    04.06.20211,555950,78950,08-0,211
    07.06.20211,567850,8070,08-0,1995
    08.06.20211,537250,770,07-0,2245
    09.06.20211,49160,7310,06-0,248
    10.06.20211,436050,74550,05-0,2485
    11.06.20211,452650,70750,03-0,27
    14.06.20211,496450,740,03-0,2555
    15.06.20211,488050,75950,04-0,2315
    16.06.20211,57880,73950,05-0,2485
    17.06.20211,509950,77450,06-0,1915
    18.06.20211,442250,74950,05-0,2045
    21.06.20211,49540,76850,04-0,1745
    22.06.20211,465750,7780,05-0,1625
    23.06.20211,484350,77850,05-0,1805
    24.06.20211,497850,740,05-0,1875
    25.06.20211,523250,77850,05-0,1575
    28.06.20211,480750,7210,05-0,187
    29.06.20211,473950,73750,05-0,1745
    30.06.20211,467150,71550,05-0,2045
    01.07.20211,458650,72850,04-0,2015
    02.07.20211,42890,70150,04-0,236
    05.07.20211,42890,7140,03-0,2095
    06.07.20211,350650,63250,04-0,2705
    07.07.20211,32210,60150,03-0,2905
    08.07.20211,293650,61050,02-0,314
    09.07.20211,360350,6570,03-0,293
    12.07.20211,3670,6480,03-0,3025
    13.07.20211,417450,6310,02-0,3005
    14.07.20211,348350,6280,01-0,3135
    15.07.20211,299750,6620,01-0,332
    16.07.20211,29950,62650,02-0,3515
    19.07.20211,197050,55650,01-0,3885
    20.07.20211,2210,5640,01-0,4115
    21.07.20211,290850,60350,01-0,397
    22.07.20211,275750,56450,01-0,422
    23.07.20211,28050,58350,01-0,4145
    26.07.20211,29380,57050,01-0,4155
    27.07.20211,23860,55650,02-0,4425
    28.07.20211,2360,57350,01-0,4485
    29.07.20211,26510,56950,02-0,4525
    30.07.20211,224750,5640,01-0,4595
    02.08.20211,17810,51850,01-0,482
    03.08.20211,1730,51850,01-0,482
    04.08.20211,178750,51550,01-0,4945
    05.08.20211,224350,5230,01-0,4945
    06.08.20211,304450,61150,01-0,456
    09.08.20211,324550,58150,01-0,4605
    10.08.20211,353250,58850,02-0,455
    11.08.20211,334550,5720,03-0,461
    12.08.20211,359850,60250,02-0,4625
    13.08.20211,282550,57250,02-0,465
    16.08.20211,26670,57350,01-0,4675
    17.08.20211,265850,560,01-0,468
    18.08.20211,259150,56450,01-0,483
    19.08.20211,24250,53850,01-0,4905
    20.08.20211,254150,52150,01-0,4965
    23.08.20211,25250,53450,01-0,4785
    24.08.20211,296050,5370,02-0,478
    25.08.20211,348250,5970,02-0,418
    26.08.20211,353350,6010,02-0,4185
    27.08.20211,309550,57750,02-0,4195
    30.08.20211,27850,57750,02-0,4405
    31.08.20211,306250,61850,02-0,3815
    01.09.20211,297850,6930,03-0,372
    02.09.20211,284350,67950,03-0,3855
    03.09.20211,324850,71450,03-0,3595
    06.09.20211,324850,69350,04-0,3695
    07.09.20211,375750,73450,04-0,318
    08.09.20211,335050,74050,04-0,322
    09.09.20211,296250,7360,04-0,365
    10.09.20211,341950,7570,04-0,3335
    13.09.20211,325050,7450,04-0,3295
    14.09.20211,28280,73650,04-0,3415
    15.09.20211,303050,77550,03-0,3095
    16.09.20211,335250,81750,04-0,3065
    17.09.20211,362450,8450,04-0,2805
    20.09.20211,311550,7920,04-0,3165
    21.09.20211,326850,8060,04-0,329
    22.09.20211,303150,7960,03-0,3275
    23.09.20211,434450,9090,03-0,2535
    24.09.20211,451750,91350,05-0,229
    27.09.20211,489750,95250,05-0,2275
    28.09.20211,545250,99050,07-0,2
    29.09.20211,522750,99050,06-0,2145
    30.09.20211,491651,020,07-0,193
    01.10.20211,464151,0010,05-0,2205
    04.10.20211,479751,0060,04-0,218
    05.10.20211,526651,08350,05-0,1895
    06.10.20211,52671,0690,08-0,183
    07.10.20211,575551,0780,07-0,188
    08.10.20211,61091,15650,08-0,148
    11.10.20211,61091,18850,09-0,1205
    12.10.20211,570751,1460,09-0,0975
    13.10.20211,540251,090,09-0,13
    14.10.20211,51511,040,08-0,1855
    15.10.20211,57291,1050,08-0,1725
    18.10.20211,590051,1340,09-0,1495
    19.10.20211,640251,16250,09-0,1155
    20.10.20211,659351,14550,09-0,1245
    21.10.20211,69491,19850,08-0,0985
    22.10.20211,63681,1520,09-0,099
    25.10.20211,63161,13850,1-0,1145
    26.10.20211,609251,10650,1-0,1215
    27.10.20211,549650,9780,1-0,1775
    28.10.20211,576451,00450,09-0,151
    29.10.20211,559151,030,09-0,096
    01.11.20211,56011,06050,09-0,1065
    02.11.20211,546151,0350,08-0,163
    03.11.20211,60251,07050,08-0,171
    04.11.20211,52880,94050,07-0,2265
    05.11.20211,453950,84450,06-0,2815
    08.11.20211,492350,85450,06-0,2495
    09.11.20211,43840,8210,06-0,2975
    10.11.20211,5690,92350,06-0,2495
    11.11.20211,5690,91950,07-0,2305
    12.11.20211,5690,9110,07-0,257
    15.11.20211,61710,95650,06-0,246
    16.11.20211,639550,99050,07-0,246
    17.11.20211,584550,9620,07-0,2455
    18.11.20211,586350,9210,08-0,2835
    19.11.20211,547050,87750,07-0,343
    22.11.20211,631350,9310,07-0,2985
    23.11.20211,674650,99350,07-0,2315
    24.11.20211,641850,9940,08-0,223
    25.11.20211,641850,9650,08-0,25
    26.11.20211,480750,82450,07-0,341
    29.11.20211,501250,87350,07-0,325
    30.11.20211,45450,80850,05-0,345
    01.12.20211,402850,8190,06-0,3345
    02.12.20211,443450,81150,06-0,3765
    03.12.20211,35560,74450,05-0,381
    06.12.20211,431650,73050,04-0,391
    07.12.20211,481050,7310,05-0,3775
    08.12.20211,527250,7720,05-0,312
    09.12.20211,496450,75350,05-0,354
    10.12.20211,481150,7390,05-0,3525
    13.12.20211,413050,69250,05-0,3835
    14.12.20211,440250,72150,05-0,366
    15.12.20211,457350,7360,04-0,366
    16.12.20211,423250,75450,04-0,348
    17.12.20211,406350,7560,04-0,378
    20.12.20211,426750,77250,04-0,368
    21.12.20211,465950,87150,05-0,3065
    22.12.20211,452350,88550,06-0,2965
    23.12.20211,491750,92050,06-0,255
    24.12.20211,491750,91950,06-0,2535
    27.12.20211,476450,91950,06-0,246
    28.12.20211,48330,91950,06-0,2425
    29.12.20211,555651,0120,06-0,1835
    30.12.20211,505650,97450,07-0,1795
    31.12.20211,510950,96650,07-0,1815
    Abbildung 2

    Bis in den Sommer hinein entwickelten sich die internationalen Rentenmärkte dann vergleichsweise ruhig. Die Renditen in den bedeutenden Währungsräumen gingen bei relativ geringer Volatilität wieder zurück. Die EZB verkündete Anfang Juli ihre neue geldpolitische Strategie, wonach zukünftig ein symmetrisches mittelfristiges Inflationsziel von 2 Prozent verfolgt werden soll. Auf Grundlage dieser neuen geldpolitischen Strategie passte der EZB-Rat seine Forward Guidance hinsichtlich der weiteren Leitzinsentwicklung an und untermauerte damit seinen expansiven geldpolitischen Kurs.

    Entwicklung der Renditen 10-jähriger Staatsanleihen im Jahr 2021

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    Tabelle 6

    Global deutlich steigende Inflationsraten ließen ab dem Herbst erneut Befürchtungen aufkommen, dass geldpolitische Straffungen schneller und kräftiger als zuvor erwartet nötig werden könnten. Insbesondere im Oktober 2021 kam es vorübergehend zu einem scharfen Anstieg der Volatilität an den Rentenmärkten und höheren Renditen im kurzen und mittleren Laufzeitbereich im Zuge vorgezogener Leitzinsanhebungserwartungen. Anders als zu Jahresbeginn ging dies jedoch nicht mit einem kräftigen Renditeanstieg in den längeren Laufzeitbereichen einher. Stattdessen verflachten die Kurvensegmente im ultralangen Laufzeitbereich spürbar. Eingetrübte Wachstumsaussichten vor dem Hintergrund kräftiger als erwartet ansteigender Corona-Neuinfektionen und erneut verschärfter Eindämmungsmaßnahmen ab dem Spätherbst dämpften hierbei die Renditeerwartungen. Die äußerst dynamische Ausbreitung der Omikron-Variante des SARS-CoV-2-Virus stellte zum Jahresende eine weitere Unsicherheitsquelle für die Rentenmärkte dar.

    Die Jahresänderungsrate des harmonisierten Verbraucherpreisindex stieg im November 2021 auf 4,9 Prozent; die EZB hielt unterdessen an ihrer expansiven Geldpolitik fest. So beschloss der EZB-Rat in seiner Dezember-Sitzung lediglich, die PEPP-Nettokäufe Ende März 2022 einzustellen, während die Nettokäufe im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme, APP) mindestens bis in das 4. Quartal 2022 hinein weitergeführt werden sollen. Die an ein Ende der APP-Nettokäufe gekoppelten Leitzinsanhebungen sind damit auch weiterhin nicht absehbar.

    In Summe schwächten sich die Rentenmärkte im Jahr 2021 etwas ab. 10-jährige Bundesanleihen rentierten zum Jahresende mit -0,18 Prozent um 40 Basispunkte höher als Ende 2020. 10-jährige US-Staatsanleiherenditen erhöhten sich im gleichen Zeitraum um fast 60 Basispunkte auf 1,51 Prozent. Damit weitete sich der bereits zu Jahresbeginn nennenswerte Renditeabstand von Bundeswertpapieren zu US-Staatsanleihen weiter aus. Eine gegenüber dem Euroraum deutlich kräftigere Verbraucherpreisdynamik und substanzielle Verbesserungen am US-Arbeitsmarkt veranlassten die Fed zu einem graduellen Anpassen der Geldpolitik. Der Offenmarktausschuss der Fed beschloss in seiner November-Sitzung, den Nettoankauf von Vermögenswerten sukzessive zu reduzieren. In der folgenden Dezember-Sitzung wurde das Reduktionstempo beschleunigt und dem Markt die Orientierung gegeben, dass drei Leitzinsanhebungen im Jahr 2022 angebracht sein könnten. Im Umfeld einer ebenfalls kräftigen Verbraucherpreisdynamik im Vereinigten Königreich beschloss die Bank of England in ihrer Dezember-Sitzung, den Leitzins von 0,10 Prozent auf 0,25 Prozent anzuheben, und läutete damit eine schrittweise geldpolitische Normalisierung ein.

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