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  • Aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage

    Über­blick zur ak­tu­el­len La­ge

    Wirtschaft

    • Gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts vom 29. Januar 2021 konnte die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2020 trotz deutlicher Verschärfung der COVID-Eindämmungsmaßnahmen seit November ihr Vorquartalsniveau insgesamt behaupten (+0,1 Prozent).
    • Während für den Industriebereich die Indikatoren eine fortgesetzte, wenngleich etwas abgeschwächte Erholung im Dezember anzeigten, hatten der Dienstleistungssektor und weite Teile des stationären Einzelhandels unter der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen zu leiden. Der Arbeitsmarkt zeigte sich, auch aufgrund des Instruments der Kurzarbeit, zum Jahresende verglichen mit den Vormonaten stabil.
    • Die wegen des Pandemieverlaufs fortbestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung sowie die Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand deuten darauf hin, dass für die nächsten Wochen insgesamt weiterhin mit einer gebremsten konjunkturellen Entwicklung zu rechnen ist.

    Finanzen

    • Die Einnahmen des Bundeshaushalts beliefen sich im Januar 2021 auf rund 17,1 Mrd. €. Damit sind die Einnahmen um 16,3 Prozent (rund -3,3 Mrd. €) niedriger als im Januar des Vorjahres, was insbesondere auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und steuerlichen Hilfsmaßnahmen zu deren Bewältigung beruht. Die Steuereinnahmen (inklusive der EU-Eigenmittelabflüsse) sanken um 15,5 Prozent (rund -2,8 Mrd. €) gegenüber der Vorjahresperiode.
    • Die Ausgaben des Bundeshaushalts beliefen sich im Januar 2021 auf 54,2 Mrd. € und lagen damit um 33,9 Prozent (rund +13,7 Mrd. €) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Ein Großteil der höheren Ausgaben wurde für laufende Zuweisungen an Sozialversicherungen aufgewendet. Diese überstiegen das entsprechende Vorjahresergebnis um 9,1 Mrd. € (+51,1 Prozent). Darin enthalten sind Leistungen an den Gesundheitsfonds für die von der SARS-CoV-2-Pandemie verursachten Belastungen in Höhe von rund 5,5 Mrd. €. Im Januar 2021 wies der Bundeshaushalt ein Finanzierungsdefizit von 37,1 Mrd. € auf.
    • Die Steuereinnahmen insgesamt (ohne Gemeindesteuern) sind im Januar 2021 um 11,1 Prozent gegenüber dem Januar 2020 gesunken. Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise belasteten weiterhin das Steueraufkommen. Das Aufkommen aus den Bundessteuern lag im Januar 2021 um 7,7 Prozent unter dem Steueraufkommen des Vorjahresmonats.

    Europa

    • Der Monatsbericht Februar beinhaltet einen Rückblick auf die Videokonferenzen der Eurogruppe und des ECOFIN-Rats am 18./19. Januar 2021. Schwerpunkte der Sitzungen waren u. a. die Diskussion um nationale Aufbau- und Resilienzpläne der Mitgliedstaaten, die künftige Zusammenarbeit mit der neuen US-Administration sowie der Stand beim Abbau notleidender Kredite in Europa.

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