Die Digitalisierung ändert viel in der Art und Weise wie wir wirtschaften, uns treffen und miteinander beraten. Und das merken wir auch in unserem Alltag – beim Einkaufen, beim Gespräch mit den Freunden und natürlich auch bei der Arbeit.

Gerade die Digitalisierung führt aber auch dazu, dass vieles von dem, was bisher normal funktioniert hat, nicht mehr so einfach funktioniert. Zum Beispiel auch die Art und Weise, wie Staaten Steuern erheben. Denn es ist leicht möglich für digitale Unternehmen, sich der Steuerverpflichtung in den Ländern zu entziehen, wo das Geld verdient wird. Das ist nicht fair und das ist nicht gerecht.

Deshalb habe ich mich schon vor langer Zeit – nicht nur wegen dieser digitalen Unternehmen, sondern generell wegen vieler Unternehmen, die solche Praktiken wählen – dafür eingesetzt, dass wir eine globale Mindestbesteuerung vereinbaren. Seit vielen Jahren arbeite ich schon daran zusammen mit Frankreich und vielen anderen Verbündeten. Jetzt sind die USA auch ganz entschlossen, hier eine Verständigung zu erreichen. Meine Hoffnung ist, wir schaffen das noch in diesem Sommer.

Und dann wäre das ein großer Beitrag zu Fairness im Steuersystem. Und auch eine Fairness, die dazu beiträgt, dass wir weiter das finanzieren können, was wir brauchen – an guten Schulen, an Kitas, an Infrastruktur und am sozialen Miteinander.