Seit vielen Jahren ist es das erklärte Ziel der internationalen Staatengemeinschaft, eine faire und effektive Besteuerung multinationaler Konzerne sicherzustellen und die Besteuerungssysteme entsprechend der fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung zu modernisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die Besteuerungsrechte der Staaten neu geregelt und stärker an die Wertschöpfungsprozesse von Unternehmen angepasst werden. Gleichzeitig soll eine globale effektive Mindestbesteuerung eingeführt werden, die sicherstellt, dass weltweit tätige Konzerne ihren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten.

Ein bedeutender Schritt hierfür wurde am 1. Juli 2021 getan: Die Mitglieder des Inclusive Framework on BEPS, des zuständigen Gremiums bei der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), haben eine breite internationale Einigung zum sogenannten „Zwei-Säulen-Projekt“ zur Bewältigung der Herausforderungen der Besteuerung der digitalisierten Wirtschaft erzielt, der sich inzwischen 134 Staaten und Jurisdiktionen angeschlossen haben. Die Finanzministerinnen und Finanzminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) haben diese umfassende Lösung am 9. und 10. Juli bei ihrem Treffen in Venedig einstimmig unterstützt und sich für deren rasche Umsetzung ausgesprochen. Dadurch können die bestehenden Besteuerungssysteme zeitnah fairer und gerechter gestaltet werden.

Im Hinblick auf diese bevorstehenden globalen Veränderungen im Bereich des Steuerrechts lädt das Bundesministerium der Finanzen am 26. Oktober 2021 zum 8. Symposium zur Internationalen Steuerpolitik ein. Die Ergebnisse des Zwei-Säulen-Projekts werden dabei im Fokus der Diskussionen stehen.

Die Online-Veranstaltung wird in englischer Sprache durchgeführt. Anmeldungen können bis 15. Oktober 2021 über folgenden Link für jede*n Teilnehmer*in einzeln vorgenommen werden:
https://bmf-bund.webex.com/bmf-bund-en/j.php?RGID=r156b1970b43b73f7513e4bdd4e4f3ef9.