Rund 341 Millionen Bürgerinnen und Bürger in 19 europäischen Ländern haben eine gemeinsame Währung: den Euro. Er ist einheitliches Zahlungsmittel und Ausdruck europäischer Identität. Seit seiner Einführung ist der Euro verlässlich und stabil. Mit internationalem Gewicht: Neben dem Dollar hat er sich zur zweitwichtigsten Währung der Welt entwickelt.

Zudem ist die Europäische Union, was Ein- und Ausfuhren betrifft, der international am stärksten vernetzte Handelsraum – noch vor den USA und China. Ein stabiler Euro stärkt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der EU. Er ist Garant für die finanzielle Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Europa. Denn der Euro sorgt für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung. Er hält die Preise stabil und die Inflation niedrig. Ein stabiler Euro macht Europa stark.

So kann die europäische Staatengemeinschaft ihre Interessen in der Welt vertreten. Und einen Beitrag dazu leisten, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts verantwortungsvoll zu lösen. Deshalb haben sich Deutschland und die anderen Euro-Länder einer Politik verpflichtet, die die Stabilität des Euro in den Vordergrund rückt. Und die erfordert zuallererst dauerhaft solide Staatsfinanzen. Verschuldungskrisen in Ländern wie Griechenland, Irland und Portugal haben gezeigt, dass die Währungsgemeinschaft zusammenhält. Durch ihren gemeinsamen Schutzschirm haben die Euro-Länder die Stabilität der Währung gesichert. Die Krisen zeigten aber auch: um künftige Schieflagen einzelner Länder möglichst zu vermeiden, müssen die Vorgaben des Stabilitätspakts verschärft werden.

Deutschland hat ein besonders großes Interesse an einem stabilen und starken Euro: denn als Europas größte Volkswirtschaft profitiert es besonders von der gemeinsamen europäischen Währung. Rund 40 Prozent aller deutschen Exporte gehen in die Euro-Länder. Der Euro erleichtert den Handel und sichert damit Arbeitsplätze. Und das zahlt sich bereits aus: Deutschlands Wirtschaft wächst nach der Krise stärker als erwartet, unter anderem wegen der guten Entwicklung der Exporte.

Grundsätzlich brachte der Euro den einzelnen Bürgerinnen und Bürgern noch mehr konkrete Vorteile: Der direkte Preisvergleich in der Eurozone sorgt für mehr Wettbewerb und damit auch für niedrigere Preise. Und auch den Vergleich mit der D-Mark muss der Euro nicht scheuen: Sowohl die Kaufkraft der Bürgerinnen und Bürger als auch die Wechselkurse sind stabiler als zu D-Mark-Zeiten. Der Euro hat längst bewiesen: Er ist ein Garant für wirtschaftliche Sicherheit. Ein stabiler Euro genießt daher Priorität in der Europapolitik der Bundesregierung.