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IT-Betriebskonsolidierung Bund

Die digitale Modernisierung unseres Landes ist ein Kernziel der amtierenden Bundesregierung. Digitale Technologien sollen genutzt werden, um Verwaltungsverfahren zu beschleunigen und staatliche Akteure in ihrer Aufgabenwahrnehmung zu stärken. Für die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen sollen die Behörden mit der notwendigen Technik ausgestattet werden.

Die IT-Betriebskonsolidierung Bund (BKB) ist in der Abteilung VI angesiedelt und schafft als zentrales IT-Zukunftsprojekt der Bundesverwaltung die hierfür notwendigen Fundamente.

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Quelle:  Adobe Stock / Julian – stock.adobe.com

IT-Konsolidierung Bund 

Im Jahr 2015 hat die Bundesregierung die Durchführung des Gesamtprojekts „IT-Konsolidierung Bund“ (IT-K Bund) unter federführender Verantwortung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (heute Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)) beschlossen. Mit Beschluss der Bundesregierung vom 06. November 2019 erfolgte eine Neuausrichtung des Projekts IT-K Bund.

Seit dem 01. Januar 2020 wird die IT-K Bund wie folgt umgesetzt:

  • IT-Betriebskonsolidierung Bund (BKB) unter Verantwortung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF)
  • Dienstekonsolidierung (DK) unter Verantwortung des BMI

Ziele der IT-Betriebskonsolidierung Bund

Die Konsolidierung des IT-Betriebs stellt eine besonders komplexe Aufgabe dar. Die rund 200 Bundesbehörden speichern ihre Daten bislang in mehreren hundert Rechenzentren bzw. Serverräumen. Ziel der BKB ist die Überführung konsolidierungsfähiger IT-Lösungen der Behörden in die Masterrechenzentren des ITZBund. Um das Ziel zu erreichen, wurde vom Projekt BKB in Verbindung mit dem Projekt operative IT-Konsolidierung im ITZBund (ProITK) die IT-Betriebsplattform Bund (BP Bund) als zentrale und standardisierte Betriebsplattform, welche die IT-Lösungen der Behörden zusammenführt, für unterschiedliche Schutzbedarfe konzipiert und umgesetzt. Der Aufbau der BP Bund konnte im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen werden – inklusive der Verlegung von Netzwerkkabeln in einer Gesamtlänge von 13,2 km und dem Verbau von 108 physischen Serversystemen. Zwischenzeitlich hat die BP Bund als erste und aktuell einzige IT-Infrastruktur des Bundes sowohl die ISO-Zertifizierung nach ISO 27001 als auch die VS-Freigabe nach der VSA erhalten. 

Die Vorbereitung und Durchführung der Migration erfolgt in Behördenprojekten, die in vier Wellen gestaffelt von 2021 bis 2028 durchgeführt werden. Nach der Migration erfolgt der IT-Betrieb der virtualisierten Server auf der IT-Betriebsplattform Bund (BP Bund) im Servicemodell „Infrastructure as a Service“ (IaaS).

Organisation des Projekts

Die 13 Behördenprojekte der Welle 1 wurden gemäß dem Reihenfolgeplan der BKB im 1. Quartal 2021 initialisiert und sind planmäßig zum 1. Juli 2021 in die Vorbereitungsphase übergegangen, die mit einer Dauer von 12 Monaten angesetzt ist. Danach schließt sich eine bis zu zweijährige Durchführungsphase an, in der die konsolidierungsfähigen IT-Lösungen auf die BP Bund migriert werden. Im Herbst 2022 starten 17 weitere Bundesbehörden – im Rahmen der Welle 2 – in die Initialisierungsphase.