Das Bundesministerium der Finanzen hat am 2. November 2021 ein Sonderpostwertzeichen „Fürchtet euch nicht“ aus der Serie Weihnachten sowie am 18. November 2021 eine 25-Euro-Sammlermünze „Weihnachten - Geburt Christi“ herausgegeben.

Der Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Werner Gatzer, stellt die Briefmarke und die Sammlermünze am Dienstag in Berlin vor. Die Präsentation findet am 30. November 2021 um 17 Uhr auf dem Hof vor dem Tagungszentrum Hotel Aquino, Hannoversche Straße 5, 10115 Berlin statt.

Die Sonderpostwertzeichen zu Weihnachten erhalten seit 2008 ein „Pluszeichen“. Mit diesem Signet will das Bundesministerium der Finanzen als Herausgeber ein Zeichen setzen für das Ehrenamt in unserem Land. Gleichzeitig unterstützt die Spende beim Briefmarkenkauf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Weihnachts-Sondermarke 2021 mit dem Pluszeichen hat einen Wert von 80 Cent plus 40 Cent, die in gemeinnützige Projekte fließen. Der zusätzliche Erlös aus dem Verkauf der Marken kommt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. zugute. Der Gesamterlös aller vom Bundesministerium der Finanzen herausgegebenen Plusmarken beträgt rund 10 Millionen Euro pro Jahr.

Die Botschaft des Engels: Fürchtet euch nicht

„Engel verkündigen. Sie tragen eine verheißungsvolle Botschaft von Hoffnung und Schutz, Trost und Lebensmut, von großer Freude für alle Menschen in die Welt. Im Zentrum der Weihnachtsgeschichte steht die Verkündigung des Engels: Fürchtet euch nicht. Gott ist nah mitten in dieser Welt.

Das Motiv des Sonderpostwertzeichens zu Weihnachten 2021 zeigt ein Gemälde von Johann Michael Hertz (1725 – 1790), der einer Künstlerfamilie aus dem Allgäu entstammt. Skulpturen und Portraitmalereien finden sich im Œuvre dieses recht unbekannten Meisters des 18. Jahrhunderts ebenso wie Gemälde für geistliche Auftraggeber.

Der Titel dieses Gemäldes lautet: ‚Verkündigungsengel mit Lilie, im Hintergrund zwei Puttenköpfchen in den Wolken‘ (Öl auf Leinwand, 90 x 65 cm). Zugewandt ist dieser Engel – die eine Hand helfend ausgestreckt, in der anderen vorsichtig eine weiße Lilie haltend. Sie ist in der christlichen Ikonografie das Zeichen der Unschuld Marias. Gleichzeitig ist sie Symbol für Gottes Gnade. Gnade als Neubeginn, der Schuld und Furcht nicht einfach weglächelt, sondern zu bewältigen hilft. Das Gesicht dieses Himmelsboten scheint von solch wohlmeinender Milde und drückt doch so viel Verständnis für all die ernsten Beweggründe menschlicher Furcht aus, dass sogar die Putten, die hinter den Wolken hervorlugen, sich verblüfft anblicken.

Der Engel seinerseits ist ganz auf die Verkündigung des göttlichen Zuspruchs ausgerichtet: Das festliche Gewand ist ihm von der Schulter gerutscht, die Locken sind so in Bewegung geraten, dass das goldene Diadem sie nicht mehr zurückhalten kann. Und doch wirkt dieser Engel vornehm, denn er weiß um seine bedeutsame Aufgabe, nicht nur Maria die Geburt ihres Kindes anzukündigen, sondern allen Menschen zu sagen: ‚Die Furcht und alle Unfreiheit, die sie bringt, haben nicht das letzte Wort. Fürchtet euch darum nicht, denn Gott kehrt bei den Menschen ein. Siehe, das ist Grund zu großer Freude.‘“
(Text: Martijn Wagner, Evangelische Kirche in Deutschland)

Die Gestaltung der Sonderbriefmarke und der Ersttagsstempel stammen von nexd, Düsseldorf. Die Briefmarke ist seit dem 2. November 2021 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich.

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Die 25-Euro-Sammlermünze „Weihnachten – Geburt Christi“ ist einem der wichtigsten Feste der Christenheit gewidmet. Das Weihnachtsfest und die Botschaft der Geburt Jesu: „Gott wird Mensch“, sind tief in der Kultur und im Brauchtum unseres Landes verwurzelt. Die Emission bildet den Auftakt einer neuen Münzserie zum Thema „Weihnachten“.

Die Münze besteht aus Feinsilber und wird als sogenannte Tellerprägung gefertigt. Bei dieser besonderen Prägetechnik weist der Münzgrund – ähnlich einem Teller – eine konkave Vertiefung auf und ermöglicht so eine plastischere Darstellung des Motivs. Die Bundesrepublik Deutschland gibt zum ersten Mal eine Münze in dieser Prägetechnik aus.

Das Motiv der Münze stammt von der Bildhauerin Adelheid Fuss aus Potsdam. Der Entwurf nutzt die Möglichkeit der Tellerprägung in großartiger Weise aus, indem er die Heilige Familie in das Zentrum stellt und damit größtmögliche Plastizität erreicht. Die Darstellung transportiert das historische Ereignis in die heutige Zeit. Die Lebendigkeit der nahezu zeitgenössischen Familienkomposition strahlt auf das gesamte Münzbild aus. Die Freude über die Geburt des Kindes wird in eine spielerische Leichtigkeit übersetzt. Im Randbereich der Bildseite sind Elemente der Weihnachtsgeschichte zu sehen, gekrönt durch das Firmament mit dem Stern von Bethlehem.

Die Gesamtauflage der Münze beträgt ca. 1,1 Mio. Stück. Seit dem 18. November 2021 ist die Münze in der Umlaufqualität „Stempelglanz“ zum Nennwert von 25 Euro in den Filialen der Deutschen Bundesbank, und auch bei vielen Banken und Sparkassen, erhältlich. Die Ausgabe der Münze in der Sammlerqualität „Spiegelglanz“ erfolgt über die „Münze Deutschland“ (www.muenze-deutschland.de).

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