Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Die 1948 gegründete Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt in Deutschland und Europa, aber auch weltweit Impulse für Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie insbesondere in den Bereichen Mittelstand, Existenzgründung, Umweltschutz, Wohnungswirtschaft, Infrastruktur, Bildungsförderung, Projekt- und Exportfinanzierung sowie Entwicklungszusammenarbeit.

Der KfW-Konzern beschäftigt mehr als 6300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrem Hauptsitz in Frankfurt am Main, in den beiden Niederlassungen in Berlin und Bonn und bei den Tochterunternehmen IPEX, DEG und KfW Capital. Organe der Bank sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Der Vorstand der KfW besteht aus sechs Mitgliedern. Der Vorstandsvorsitzende ist Dr. Günther Bräunig. Der Bundesminister der Finanzen und der Bundesminister für Wirtschaft und Energie fungieren im jährlichen Wechsel als Vorsitzender und als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats. 2019 hat der Bundesminister der Finanzen den Vorsitz des Verwaltungsrats inne.

Die KfW ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts für die der Bund die Anstaltslast trägt. Die Rechtsaufsicht über die KfW übt das Bundesministerium der Finanzen im Benehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aus. Rechtsgrundlage der Bank ist das KfW-Gesetz, die KfW-Verordnung sowie die Satzung der KfW. Gemäß KfW-Gesetz in Verbindung mit der KfW-Verordnung unterliegt die KfW grundsätzlich den bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die Bankaufsicht über die KfW führt die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) in Zusammenarbeit mit der Bundesbank.

Gemäß § 2 Abs. 4 KfW-Gesetz kann die Bundesregierung der KfW im Einzelfall Geschäfte zuweisen, an denen ein staatliches Interesse der Bundesrepublik Deutschland besteht.

Ausgewählte Geschäftsfelder der KfW:

Das Geschäftsfeld „Mittelstandsbank & Private Kunden“ umfasst das Mengengeschäft der Finanzierung von Gründung/Mittelstand, Innovation, Umwelt-/Klimaschutz, Wohnungsbau/-modernisierung und Bildung und gliedert sich nach Kundengruppen in zwei Segmente. Das Segment „Mittelstandsbank“ unterstützt die deutsche Wirtschaft mit einem breiten Fächer an Förderangeboten aus verschiedenen Förderschwerpunkten (Gründungsfinanzierung, Finanzierung von allgemeinen Unternehmensinvestitionen und Investitionen in den Bereichen Innovation, Energie und Umwelt). Das Segment „Private Kunden“ bedient die Bildungsförderung, die Förderung der Energieeffizienz bei Neubau und Sanierung von Wohngebäuden und fördert den Erwerb bzw. Bau von selbstgenutztem Wohneigentum sowie des barrierefreien Um-/Neubaus.

Das Geschäftsfeld „Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden“ enthält neben dem individualisierten Kreditgeschäft und dem Kommunalkreditgeschäft das Bestandsgeschäft der Beteiligungsfinanzierung. Es gliedert sich in drei Geschäftssegmente. Das Geschäftssegment „Kommunale und Soziale Infrastruktur“ umfasst die breitangelegte Basisförderung von Kommunen und kommunalen und gemeinnützigen Unternehmen mit Fokusausrichtung auf Umwelt und Energiewende sowie sozialen Wandel (hier insbesondere durch Programme zum barrierereduzierenden Umbau von Bestandsimmobilien). Das Geschäftssegment „Individualfinanzierung Unternehmen“ fokussiert – außerhalb des digitalisierten Massengeschäfts – auf maßgeschneiderte Förderlösungen für Unternehmen mit Deutschlandbezug. Dazu werden auch diverse Fremdkapital-Produkte mit Risikoübernahme angeboten. Im Geschäftssegment „Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute (LFI)“ werden u.a. die Geschäftsaktivitäten der KfW als Finanzierungspartner der Partnerbanken und LFI gebündelt.

Das Geschäftsfeld „Export- und Projektfinanzierung“ ist auf die nachhaltige Unterstützung der deutschen und europäischen Wirtschaft mittels Projekt- und Exportfinanzierungen zum Erhalt und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung ausgerichtet.

Im Geschäftsfeld „Förderung Entwicklungs- und Schwellenländer“ sind die Geschäftsaktivitäten der KfW Entwicklungsbank und der DEG zusammengefasst. Die KfW Entwicklungsbank fördert im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) mit Entwicklungsländern Reformprozesse, Investitionen und begleitenden Maßnahmen. Ziel ist, die wirtschaftliche und soziale Lage der Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern, Armut zu bekämpfen, Krisen zu bewältigen und natürliche Ressourcen zu schützen. Darüber hinaus unterstützt die KfW Entwicklungsbank die Bundesregierung bei der Umsetzung von Klimaschutzzielen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Ausgewählte Tochterunternehmen der KfW:

Die KfW IPEX-Bank GmbH (IPEX) verantwortet als selbständiges Unternehmen innerhalb der KfW Bankengruppe die internationale Investitions-, Projekt- und Exportfinanzierung im Interesse großer und mittelständischer Unternehmen aus Deutschland und Europa. Ihr Fokus liegt auf der Bereitstellung von mittel- und langfristigen Finanzierungen für Industrie-, Energie- und Rohstoffprojekte sowie Transport- und Verkehrsinfrastrukturvorhaben. Als Vertreter des Bundesministeriums der Finanzen ist Staatssekretär Dr. Jörg Kukies im Aufsichtsrat der IPEX vertreten.

Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) finanziert Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Reformländern. Als einer der größten europäischen Entwicklungsfinanciers setzt sie sich für den Ausbau privatwirtschaftlicher Strukturen ein, um zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum und besseren Lebensbedingungen beizutragen. Als Vertreter des Bundesministeriums der Finanzen ist Staatssekretär Wolfgang Schmidt im Aufsichtsrat der DEG vertreten.

Die KfW Capital investiert in deutsche und europäische Venture Capital- und Venture Debt-Fonds. Damit übernimmt sie seit 2018 das bisherige Engagement der KfW in der Förderung von Start-Ups mit Fremd- und Beteiligungskapital über Fondsinvestitionen und baut es weiter aus. Der Abteilungsleiter der Finanzmarktabteilung Dr. Levin Holle vertritt das Bundesministerium der Finanzen im Aufsichtsrat der KfW Capital.

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